Pfleg­etagegeld­-Versicherung

Private Zusatz­versicherungen

Eine private Pflege­zusatz­versicherung kann die finanzielle Lücke im Pflegefall schließen. Am besten ist eine Pflegetagegeld­versicherung. Sie lässt Ihnen die Wahl, für welche Dienst­leistungen  im Pflegefall das Geld ausgegeben werden soll.

 

Daneben bieten die Versicherer auch Pflege­kostenversicherungen und Pflegerentenversicherungen an. Egal welcher Versicherungs­typ: Eine solche Police sollte möglichst in jungen Jahren abge­schlossen werden. Denn die Beiträge richten sich unter anderem nach dem Alter des Kunden beim Versicherungs­abschluss.



Pflege­versicherung bietet nur Teilkasko­schutz

Statistisch gesehen wird jeder zweite Mensch im Lauf seines Lebens irgend­wann pflegebedürftig. Auch wenn sie auf Hilfe angewiesen sind, wollen die meisten von ihnen so lange es geht in den eigenen vier Wänden leben und möglichst gut versorgt werden. Über­nehmen Angehörige diese Aufgabe, zahlt die gesetzliche Pflege­versicherung Pflegegeld. Für die Hilfe eines professionellen ambulanten Pflege­dienstes oder die Versorgung in einem Pfle­geheim über­nimmt sie einen Teil der Kosten.

Die Leistungen der gesetzlichen Pflege­versicherung decken nur einen geringen Teil der Kosten im Pflegefall ab. Schon in Pfle­gestufe I ist der tatsäch­liche Geldbedarf um mehrere hundert Euro im Monat höher als die gesetzlichen Leistungen. Den Rest müssen Pflegebedürftige aus ihrer Rente oder ihrem Vermögen zuzahlen. Reicht das nicht aus, springen die Sozial­hilfeträger ein. Anschließend kann es passieren, dass Kinder für ihre pflegebedürftigen Eltern Unterhalt zahlen müssen.



Pfle­gestufe je nach Umfang der nötigen Hilfe

Ob gesetzlich oder privat versichert – die Pflege­versicherung ist für alle Pflicht, und ihre Leistungen sind gesetzlich fest­gelegt. Im Pflegefall stellt der Versicherte einen Antrag und erhält Besuch von einem Gutachter. Dieser beur­teilt in welchem Umfang jemand auf Hilfe angewiesen ist. Danach richtet sich die die Pfle­gestufe. Es gibt drei Pfle­gestufen: Pfle­gestufe I für erheblich Pflegebedürftige, Stufe II für schwer Pflegebedürftige und Stufe III für Schwerst­pflegebedürftige. Schon für die Pfle­gestufe I muss jemand für mindestens 90 Minuten am Tag auf fremde Hilfe angewiesen sein. Wer nur Hilfe im Haushalt braucht, gilt nicht als pflegebedürftig, mindestens 45 Minuten täglich müssen auf die so genannte Grund­pflege entfallen, das heißt zum Beispiel Hilfe beim Aufstehen und Zubett­gehen, bei der Körper­pflege oder beim Essen.